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22.3.2007 von reinhart.
Habe nun ach… eben versucht, ein SMS zu schreiben. Harmloser Text, harmlose Freude darüber, daß ich noch einen Becher Sahne ohne fieses Ablaufdatum im Kühlschrank fand. Somit ist die Nahrungsmittelaufnahme auch ohne Besuch im Lebensmitteleinzelhandel gerettet, ein lecker Pilzgericht läßt sich aus Trockenpilzen, Trockentomaten, allerlei Spezerei und Gewürz aufwandsarm darstellen.
Freudig erregt versuchte ich also, dem Allerweltsgerät von Nokia den Text anzuvertrauen. Für wen ist eine SMS Software gedacht? Für Business-Freaks, die nur noch am Blackberry herumfingern? Manager mit aufgedunsen fleischigen Fingern, die zwar aus dem gröbsten raus sind, aber keinerlei Tasten an immer kleiner werdenden Telefonen erhaschen können? Für wen sind die Kriterien ausgedacht, die den bestehenden Wortschatz erdenken?
Wenn ich also “pasta” schreiben will - der Meinung, daß der moderndeutsche Normalmensch ja eh kein Deutsch mehr kann, Ortsgespräche als “citycalls” bezeichnet, Hühnchen im Salat als “chicken” erkennt, Milch mit Kaffeewölkchen als “Latte” tituliert und den deutschen Teigwarenbegriff der Nudel als solche eh nur unter “pasta” verbuchen kann - kann es sein, daß der Satz ein wenig zu lang geworden ist? - wenn ich also “pasta” schreiben will, warum schlägt das dummdoofe Telefon dann “papua” vor?
Wenn ich jemand eine gute “nacht” wünsche, muss ich erst mal die “macht” wegklicken. Zur Nudel gibt es Saucen, das Telefon kennt nur “rauben”
Kann mir jemand die Kriterien des business-appeal dieser Software verraten?
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10.3.2007 von reinhart.
Pfrühlink läßt sein fahles Band wieder flattern durch die Düfte… Man muß die Sonne nicht nur im Herzen, sondern auch im Garten haben, sonst wird das mit dem Pfrühlink und seinen Gefühlen erst mal nix.
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9.3.2007 von reinhart.
Der Text, der ist so freudenreich. Und dies ist ein neuer Blog. Ob er in irgendeiner Weise wichtig ist, vermag ich noch nicht zu beurteilen. Der Text ist ja auch erst ganz neu und frisch. Ob es “schon wieder einer dieser wundervollen 1&1 Blogs” ist, oder ob all die anderen auch nicht lesenswert sind, werden wir sehen… Wenn mir mal wieder was einfällt, werde ich es gerne weiterblubbern.
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31.1.2007 von reinhart.
In Kenia gibt es den Lake Nakuru. Dort stehen ständig Millionen von Flamingos herum. Rosa sind sie nur deshalb, weil sie rosafarbene Krebse essen. Flamingos werden bis 40 Jahre alt und legen in der ganzen Zeit nur ein einziges Ei. Und das nicht einmal an dem alkalischen See, wo sie 40 Jahre herumstehen. Nein, extra dafür fliegen sie zu einem ähnlichen See an der Grenze zwischen Tansania und Kenia…
Man muß sich mal vorstellen, wie die Welt aussähe, wenn Flamingos mehr als ein Ei in 40 Jahren legten? Es gäbe weltweit keine Krabbenbrötchen oder Shrimps-Salad-Sandwiches mehr, weil die Flamingos um ihrer rosa Erkennungsfarbe willen alle Krustentierbestände einfach so hinwegmampften…
Am Lake Nakuru gibt es auch Zebras, die dort in verschiedenen Ausführungen und verschiedenen Posen herumstehen. Diese haben aber mit den Flamingos überhaupt nichts zu tun. Sie stehen auch nur herum und warten darauf, einen wertvollen Beitrag zum Erhalt diverser Nahrungsketten zu liefern.
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27.1.2007 von reinhart.
Gestern bei Spiegel-Online: Ein Artikel über File-Sharing Tools, die mittlerweile sogar mobilmachen…
Der Titel des Textes: Bit Torrent auf den Handy
Kann mir mal einer sagen, was das denn schon wieder soll? Auf den Handy? DEN Handy? Zum einen ist es ja ohnehin ein grauenhaftes Wort, die Bezeichnung für das Mobiltelefon: HANDY. So derart grunddeutsch, daß es graust und zurrt im Hirn und Herz. Womöglich ist die Mehrzahl dann auch noch weiter deutsch: Handys… Wer einmal auch nur ansatzweise mit der englischen Sprache zu tun hatte, würde Handy mit Handies, wie Baby und Babies, Barby und Barbies… durchdeklinieren. Egal, will hier nicht abschweifen, aber wenn jemand sein Mobiltelefon verlegt oder sich fragt, wo es geblieben sein könnte, fragt er dann nicht: “wo ist DAS Handy?” Oder mal ganz deutlich unter uns Pfarrerstöchtern: Ist DAS Handy ein DER?
In der Zeitung liest man allenthalben Berichte über DIE Airbus… Der Schwabe sagt DER Butter, der Hesse spricht von DAS Uta, DAS Katharina, DAS Jennifer…. Deutsch kann also keiner, aber DER Handy… schüttelt es hier nur mich? Oder habe ich schon wieder vergessen, wo das blöde Ding geblieben ist? Verzeihung DER blöde Ding:
Bit Torrent an DEN Handy, Grammatik an DEN Hirn. Amen
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24.1.2007 von reinhart.
Gestern im Radio: eines der ersten großen Projekte für die Documenta 12 in Kassel dieses Jahr ist jetzt bekannt geworden. Ein chinesischer Projektkünstler, Lang Wei Wei - so habe ich den rheinischen Radiosprecher verstanden - will 1001 Chinesen nach Kassel holen für eine Woche. Bauern, Arbeiter, Polizisten - die ganz normale Bandbreite - sollen durch Kassel streifen und die deutsche Stadt als Touristen bevölkern.
Hallo? Wo ist denn da der Witz? Auf einmal sind 1001 Chinesen mehr mit Fotoapparat und Bussen unterwegs als bisher? Haben wir hier was verpasst? Erkennt Ihr denn nicht die großen Kunstprojekte und alleatorischen Performances, die bereits seit Jahren in vielen großen Städten durchgeführt werden? Werden all die Chinesen und Japaner, die Neuschwanstein besuchen, etwa vom Kultusministerium gefördert? Sollte etwa Herr Naumann dahinterstecken?
Tourismus als Kultur? Kunst als Reisegutschein? Au Lang Wei Wei…
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